April 3rd, 2007

geschichte

für alle leute die es wirklich interessiert werden wir hier nun, stück für stück unsere tk history veröffendlichen. eine ausführliche, teils sehr skurrile geschichte von ein paar kids und einem großen traum, viel spaß beim lesen!

2001: leo ist ganze 14 jahre alt und geht auf die taubenheimer mittelschule, nahe meißen. neben den ärzten und hosen läuft nicht viel bis ihm eines tages ein schulkollege eine cd wärmstens empfiehlt. ohne gewähr die band, noch nie gehört die musik. Doch was klein leo dort hört, festigt den wunsch, selbst die gitarre in die hand zu nehmen. Unter freunden wird lautstark propagandiert, dass man vorhat, eine band zu gründen, musik zu machen und so. ohne gewähr verlässt den sommer nicht mehr den player und im treffpunkt freibad [wie jeden sommer] gesellt sich neben leo und seinem freibadbeschallenden, mit punkmusik [logisch - ohne gewähr] bestückten kasi nach ein paar tagen ein gewisser benni. die musik aus der kassettengurke gefällt auch benni und man fackelt nicht lange und offenbart dem anderen seine pläne: band gründen, leo an der gitarre, selbst musik machen. benni gefällt die idee sofort und er hat auch die qualitäten zum mitmachen – ein bisschen schlagzeugunterricht in grauer vorzeit und ein klappriges schlagzeug marke “uralt” auf dem boden. sogar mehr als leo: der hatte da weder gitarre, noch jemals ne klampfe in der hand. man arbeitet daran. die rollen sind verteilt. von anfang an verstehen sich die beiden und machen zusammen das kuhdorf unsicher. leo schreibt schon an texten [z.B. teile von "bootsmann"], ohne je einen ton auf der gitarre gespielt zu haben. man spart auf eine gitarre und ein paar wochen später im september wird vom gesparten und dem frischen geburtstagsgeld die klampfe gekauft. zuhause, gleich auspacken das ding, im familienkreis ausprobieren. Klingt irgendwie alles schief und nicht so wie man dachte. doch oben im jugendzimmer wird der turbolader der gitarre entdeckt, DISTORTION ist das zauberwort. von da an klingt alles geil – egal, was man spielt! man findet sich zu zweit auf benni‘s heuboden ein, die eltern tolerieren das “musikalische” treiben vorbildlich, auch wenn die klänge, die vom schuppen ausgehen, an das würgen von katern erinnert. erste gehversuche werden sofort auf magnetband festgehalten, der kasi läuft fast immer, für den ersten song braucht man mehrere tage. als benni seinen geburtstag feiert, gibt‘s ein bassdrumfell für den stift, kein geschenk war ermutigender und hilfreicher! man schaut sich natürlich gleich nach einem dritten um und wird auch gleich fündig. eine sie. eine sie? Jepp, lydia reuter aus dem nachbarsdorf. kürzlich erst kennengelernt, klingt ihr versprechen, bei uns anzufangen so vielversprechend, dass die beiden stifte sogar lydia’s bassverstärker mit samt instrument in den probeschuppen bucken, wo er dann wochen rumsteht, ohne dass lydia auftaucht. die unsichtbare bassistin, mal was neues. lydia spielte nie einen ton bei tk [vielleicht ja in gedanken].
am ende des jahres passierte dann nichts weltbewegendes. ein name ist gefunden: „verbotene zensierung“ – passte zu den texten, die sich alle like bootsmann bewegten [man muss dazusagen: es handelte sich kaum um eine hand voll Songs!] erster coversong, „spione im cafe“, von schleimkeim wird hoch und runter gespielt. im proeraum eingeladene freunde lächeln verkampft wenn man sie nach einem song mit großen fragenden augen anschaut, “joooaaa, klingt doch schon nicht schlecht” wir waren damals schon skeptisch. die beiden jungs hängen nur zusammen ab, große pläne werden geschiedet und man macht die umliegenden dörfer einschließlich dazugehöriger jugendclubs unsicher. ansonsten: im kopf viele träume…wie das halt so ist.